Wie ich eine Wohnung mieten wollte und viel Geld verlor

Vorsicht bei der Wohnungssuche! Betrügerische Makler nutzen die Not von Migranten aus. Ein Erfahrungsbericht

 

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In Berlin gibt es kaum freie Wohnungen, aber viele Bewerber. Und die Vermieter bevorzugen Mieter, die viel Geld verdienen. Wer, wie ich, vom Jobcenter abhängt, ist bei ihnen unbeliebt.

Ein Freund sagte, ein Makler namens Aktham könne in schwierigen Fällen helfen. Aktham forderte 200 Euro sofort. Die restlichen 1600 Euro nahm Maher, ein Partner im Außendienst, der mir die Wohnung zeigte und mir dort einen Vertrag zur Unterschrift gab. Bei der Wohnung warteten schon mehrere Syrer. Ihnen allen war eine Wohnung versprochen worden. Ein Deutscher, offenbar Mitarbeiter der Immobilienfirma, sagte, es gebe auch andere leerstehende Wohnungen im Haus.

Maher sagte, nun müsse nur noch der Direktor der Immobilienfirma unterschreiben. Am nächsten Tag war Maher verschwunden. Sein Handy war ausgeschaltet. Aktham sagte, er wisse nichts von einem Vertrag. Maher sei gar nicht sein Partner. Da bemerkte ich den Betrug.

Maher erfuhr, dass ich die Polizei einschaltete. Er tobte vor Wut: „Scheiß auf dich und scheiß auf die Polizei! Die Polizei wird dir nichts nützen!“ Er werde vor Gericht sagen, er habe kein Geld. Der Richter werde nichts gegen ihn unternehmen.

Ich kümmerte mich nicht darum und übergab der Polizei alle Beweise. Ich sprach regelmäßig vor, bis man mir sagte: Das Verfahren ist eröffnet. „Wir kontaktieren Sie, falls wir noch Informationen brauchen.“ Die Polizei riet mir: „Wenn Maher sich meldet und das Geld zurück geben will, soll er auf die Polizeiwache kommen.“ Maher hat angerufen, aber auf die Polizeiwache kam er nicht. Ich hoffe weiter, dass die Polizei gegen die Kriminellen vorgehen kann. Sonst muss ich das Geld verloren geben. Eine teure Erfahrung!