Endlich Ankommen!

2015 erreichten außergewöhnlich viele Menschen Deutschland. Viele flohen vor dem Krieg in Syrien und im Irak. Viele suchen eine Perspektive für ihr Leben. Fast alle müssen hier neu anfangen. Vor einem Jahr haben wir, die Evangelische Kirche in Deutschland, uns mit einem Willkommens-Magazin an Flüchtlinge, gewendet. Darin haben wir etwas von uns erzählt: Was ist die Kirche, und wer sind die kirchlichen Mitarbeiter, die ihnen helfen. Das Magazin kam sehr gut an. Also haben wir beschlossen, ein zweites zu machen. Diesmal geht es um das Ankommen. Die Evangelische Journalistenschule in Berlin hat Reporter aus dem arabischen und dem persischen Sprachraum gebeten, dieses Magazin zu gestalten. Reporter, die ebenfalls ihre Länder im Nahen und Mittleren Osten verlassen und hier ankommen mussten. Wir hoffen, dass sie Ihnen mit ihren Geschichten Mut machen können! Mancher kommt schnell an. Der syrische Journalist Abdolrahman Omaren hat einen Chor und neue Freunde gefunden (S. 8–9). Schwieriger war es für Abdulrahim Nagibulla. Er war in Afghanistan auf eine Mine getreten und hatte beide Beine verloren. In Deutschland wurde er Leistungssportler. Der afghanische Journalist Noorullah Rahmani hat ihn in Berlin besucht (S. 20–21).

In Wittenberg begann vor 500 Jahren die Reformation, die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft. Viel Gutes ist seither daraus erwachsen: Freiheit, Bildung, Toleranz. Das feiern wir unter anderem beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Wittenberg. Wir würden uns freuen, wenn Sie daran teilnehmen möchten (S. 14–15).

 

Gutes Ankommen in Deutschland wünscht Ihnen,

 

Heinrich Bedford-Strohm

Landesbischof, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

 

Heinrich Bedford-Strohm
Foto: Heikerost.com